[2022-06-19] Alles hat ein Ende …

Frühstück gibt es ab 6:00 hat mir der Concierge auf Nachfrage mitgeteilt. Das ist mir etwas zu früh, aber erlaubt mir mehr Flexibilität als das Frühstück um 8:00 in Reszel.

Ich stehe zeitig auf und bin mit 2 weiteren Gästen allein am Büfett. Endlich mal wieder richtiges Müsli, zwar Bircher (mit Rosinen) und Früchtemüsli. Mir eigentlich zu süß, aber was solls. Zur Auswahl gibt es H-Milch und Sojamilch, die Zeiten ändern sich.

Ich mache mir noch ein Notbrötchen für unterwegs, eingepackt in eine Serviette. Da kommt das nette Mädel, welches den Frühstücksraum betreut, und sagt: „Entschuldigung, aber es ist nicht erlaubt, Lebensmittel vom Büfett mitzunehmen“. Mit einem genauso freundlichen „Dann guten Appetit“ übergebe ich den Stein des Anstoßes in ihre Hände. Ein kleines Schild über dem Büfett hätte verhindert, dass ich da beinahe eine Straftat begangen hätte.

Dann gehe ich zahlen, ich habe schon fast den Helm auf, da sehe ich, dass Stefan beim Frühstück sitzt. Wir haben uns am Abend schon im Aufzug verabschiedet, aber ich bin froh, ihm nochmal persönlich die Hand geben zu können. Hoffentlich streikt der Vergaser nicht nochmal.

Ich wechsle die Klamotten und ziehe die Kombi an, verlade die Taschen. Im Aufzug ist Werbung für ein Kleist-Museum, schaue ich mir das nächste Mal an.

Lieber Heinrich, ich besuche Dich nächstes Mal

Schon gestern Abend habe ich die ganzen Polizeiwagen gesehen, in der Tiefgarage steht Schneewittchen sicher dachte ich mir da.

Schneewittchen wird bewacht

„Auf geht‘s“ meint die Dame von Calimoto, bald bin ich auf der Autobahn Richtung Berlin. Bevor ich selbst auf die Autobahn fahre, fragen mich noch zwei Frauen in einem vollgeladenem Kombi verzweifelt nach dem Weg nach Warschau. Die Autobahnauffahrt ist gesperrt. Ich kann sie Richtung Slubice schicken, den polnischen Teil der Stadt. Von da geht es dann weiter auf die Autobahn. Da bin ich selbst gestern hergekommen.

Je näher ich Berlin komme, umso mehr bepackte Harleys tauchen auf. An den Nummernschildern sehe ich, dass einige bis in unsere Gegend müssen. Die kommen sicher von der Super Rally, die war dieses Jahr in Schweden. In Rüdesheim gab es ja auch die Magic Bike, da muss es ziemlich heiß gewesen sein. Was hatten wir ein Glück mit dem Wetter.

Von der Fahrt selbst gibt es nicht viel zu erzählen. In Magdala fahre ich zum Imbiss Haase, da freue ich mich schon seit der Hinfahrt drauf. Ein Geheimtipp ist das scheinbar nicht mehr, aus dem Rheinland kommt unmittelbar vor mir ein Bus an.

Es fährt ein Bus nach Magdala

Nicht schlimm, professionell wird der Andrang abgearbeitet, ist ja auch gerade Mittagszeit. Meine Soljanka ist lecker wie immer, die Waldmeisterbrause probiere ich das erste Mal. Gar nicht so schlimm, wie gedacht. Flüssigkeit ist bei der Hitze wichtig.

Soljanka, lecker!

An Drei Gleichen vorbei, Eisenach mit der Wartburg, die Strecke kenne ich. Ich könnte es bis Saulheim schaffen.

In Bad Hersfeld ist dann Schluss, eine Baustelle wird zum Nadelöhr und die Ausweichstrecke ist auch überlastet. Ich verlasse die Autobahn und fahre über die Landstraße Richtung Hünfeld. Da war ich im letzten Jahr bestens untergebracht.

Landstrasse, yeah!

Morgen geht es dann auf der Landstraße heim. Stefan schickt eine SMS, er ist ohne Probleme heimgekommen. Wilhelm hatte schon in Forum gepostet, dass er wieder daheim ist.

Jetzt noch mal duschen, etwas essen und die Unterhopfung bekämpfen.